
Der BAE-Club ist streng genommen gar keiner, denn er hat keine Satzung, keinen Vorstand, keine Mitgliederversammlung, keine Aufnahmeanträge, keine Beitragszahlungen, von e.V. ganz zu schweigen. Wir kann das sein?
Also, eigentlich ist der so genannte BAE-Club ein Kreis von Freunden um einen privaten Modelleisenbahner (Otto O. Kurbjuweit) und dessen im Bau befindliche Anlage, die Braunlage-Andreasberger-Eisenbahn in der Baugröße 0m.
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| Mittagspause | "Diaschau" am Clubabend |
An die zweite 35 qm große Version der BAE in Bremen traute sich OOK als quasi-Einzelkämpfer heran, denn der einzige Mitmacher wohnte 400 km entfernt und konnte nur wenige Male im Jahr kommen. In den letzten Jahren hatte sich aber schon ein kleiner Freundeskreis zum gemeinsamen Betriebmachen gebildet.
Als die Fertigstellung der Anlage in Sichtweite war, musste OOK aus familiären Gründen umziehen: nach Hamm/Westf. Die Anlage wurde zertrümmert, die Freunde blieben zurück.
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| Michael und Henrik | Nico |
Am neuen Wohnort Hamm standen nun ca. 70 qm zur Verfügung, also praktisch die doppelte Fläche wie in Bremen.
Toll! Herrlich! Ein Traum!
Aber: eine so große Anlage ganz allein bauen, und das mit zehn Jahren mehr auf dem Buckel? Woher er den Optimismus und Mut nahm, um nicht zu sagen die Verwegenheit, weiß OOK heute auch nicht mehr. Aber ein Wunder geschah: Die alten Freunde aus der Bremer Zeit meldeten sich nach und nach, waren neugierig, was er jetzt wohl für eine Anlage bauen würde. Und das Beste: sie wollten mitmachen.
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| Rainer | OOK |
Und es meldeten sich neue Interessenten, meist Mittelpuffer-Leser; es dauerte kein Jahr, und die Freundesschar war auf zehn angewachsen, der Baufortschritt wurde immer schneller.
Es stellte sich heraus, dass die vielen Mitmacher wunderbar zusammenarbeiten konnten, dass bei den Bautreffen immer eine große Harmonie und Freude herrschte. Man saß auch in den Pausen und nach getaner Arbeit zusammen, fachsimpelte, schaute zusammen Bilder an, kurz und gut, es war wie in einem “richtigen” Modellbahnclub.
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| Herbert | Stefan |
Einiges ist schon anders als in einem MEC. In einem Modellbahnclub wird mehr oder weniger demokratisch beschlossen, was für eine Anlage gebaut werden soll: Gleisplan, Epoche, Vorbild, Gestaltung, Fahrzeugeinsatz etc.
Mancher MEC hat die Erfahrung machen müssen, dass die Demokratie gut funktioniert, wenn beispielsweise das Ziel des nächsten Clubausflugs beschlossen werden soll oder das Thema des nächsten Clubabends.
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| Horst | Wolfgang |
Für die Konzeption und Planung einer gemeinsamen Anlage eignet sie sich weniger. Fast jeder Modelleisenbahner hat ganz eigene Vorstellungen davon: der eine will zweigleisige Strecken mit ICE-Verkehr, der andere eingleisige Nebenbahn mit Dampfbetrieb, ein weiterer möchte eine Schmalspurbahn. Das könnte man alles noch - genügend Platz vorausgesetzt - in eine Anlage hineinquetschen, auch wenn das Ergebnis wenig überzeugend sein würde, aber da muss man sich wenigstens auf die Baugröße geeinigt haben. Z und HO auf einer Anlage geht eben nicht. Ein weiteres Thema, das nur beschränkte konsensfähig ist, ist die betriebliche Konzeption (point-to-point oder ringförmiger Betrieb, computergesteuert oder mit walk-around-Reglern etc.)
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| Markus | Lars |
Die Masse dieser Probleme hat schon manchen MEC an den Rand der Sprengung gebracht, einige auch über diesen Rand. Beim BAE-Club gibt es all dies nicht, denn alle geschilderten Entscheidungen waren in OOK’s einsamen Ratschluss mit einer Stimme gegen keine gefallen.
Das hatte zur Folge, dass nur Modellbahner an der Anlage Interesse zeigten und für die Mitwirkung entschieden, die Baugröße, Konzept, Thema etc. ohne Probleme akzeptieren konnten. Das bedeutet nicht, dass es bei der BAE nur einsame Beschlüsse gibt. Seit es ein quasi-Club ist, wird fast alles gemeinsam diskutiert. Doch geht es dabei in der Regel nicht um geschmackliche Differenzen, sondern um das Ringen um die jeweils optimale Lösung. Da ist OOK schon mehrfach überstimmt worden beziehungsweise hat sich von einer anderen als der eigenen Lösung überzeugen lassen.
Ein typisches Beispiel ist Stefan2: Vor gut einem Jahr bei der Spur 0-Ausstellung in Großen-Buseck stand plötzlich ein Mann in mittleren Jahren am Mittelpuffer-Stand und erzählte OOK, er wolle Schmalspur in Baugröße 0 machen, am liebsten 0m, aber da müsse man ja Gleise und Weichen selber bauen. Ob OOK ihm das mal erklären könne. OOK machte einen Alternativvorschlag. „Kommen Sie doch einfach mal zu einem BAE-Bautreff und schauen Sie zu, wie Gleise gebaut werden.“ Das wollte er auch tun. Naja, OOK hatte derartige Ankündigungen schon mehrfach gehört, sie waren aber nie erfüllt worden.
Diesmal war es anders. Der „Mann in mittleren Jahren“ kam tatsächlich, schaute sehr interessiert beim Gleisbau zu und fragte nach einer Stunde, ob es auch einmal versuchen dürfe. Er durfte. Stefan2, so heißt er inzwischen, wurde infiziert: vom 0m-Bazillus, vom Gleisbau-Bazillus und vom BAE-Bazillus. Am späten Abend fragte er, ob er wiederkommen dürfe. Wer kommt als Nächster „nur mal gucken“?
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| Sebastian (rechts) und Henrik | Stefan2 |
Zur Zeit (November 2008) gibt es zehn aktive Mitglieder (incl. OOK). Sie reisen von Bremen, Delmenhorst, Oldenburg, Herford, Wuppertal, Troisdorf und Aachen an. Weiterhin gibt es zwei korrespondierende Mitglieder, die zu weit weg wohnen (> 500 km), um an den Bautagen teilzunehmen, die aber in anderer Weise zum Gelingen beitragen: einer ist der webmaster dieser Seite sowie des BAE-Forums, der andere wohnt in Süddeutschland und liefert ab und an ein Bastelergebnis zu.

An Bau-Wochenende kann übernachtet werden, und zwar in dem neu ausgebauten Dachstock (Matratzenlager).
Die Bautermine werden von OOK als Gastgeber vorgeschlagen, die Mitglieder stimmen darüber ab, was passt, was nicht.
In der Regel ist an einem Samstag im Monat Bautag, etwa einmal im Quartal wird der Sonntag dazu genommen, dann gibt es am Samstagabend einen Clubabend mit gemütlichem, Beisammensein, Diskussionen über neue Projekte, Fachvorträge, Anlagen- und Reiseberichte. Die Mitglieder werden an den Bautagen voll verpflegt (BAE-Kantine), bei Wochenenden mit Clubabend kann eine gewisse Zahl an Übernachtungsmöglichkeiten geboten werden. Kost und Logis sind frei. Bisher sind alle Mitglieder Nichtraucher, sollten Raucher hinzu kommen, müssten sie auf eine Zigarettenlänge auf die Terrasse gehen.
Interessanter ist die Frage, was wird, wenn die Anlage betriebsfähig ist. Dann wird Betrieb gemacht, denn das ist schlussendlich der Sinn des ganzen Unternehmens. Über die Hälfte der Mitglieder hat schon Modellbahn-Betriebserfahrung, auch von der BAE II. Im ersten Quartal 2008 soll der Fahrplanbetrieb beginnen. Der soll eine Weiterentwicklung des Betriebs sein, wie er auf der BAE II in Bremen stattgefunden hat. Nur werden jetzt wesentlich mehr Mitspieler benötigt. Die BAE III hat mehr Betriebsstellen, längere Fahrstrecken, mehr Triebfahrzeuge. Im Regelfall werden mind. fünf Zugpersonale benötigt, wobei die Nahgüterzüge idealerweise doppelt besetzt werden. Zusätzlich wird ein Zugleiter benötigt, ein Fahrdienstleiter in Sonnenberg und ein "Wagenrepartiteur". Acht bis zehn Personen können gleichzeitig eingesetzt werden, das heißt nach heutigem Mitgliederstand müssten stets alle anwesend sein.

Einschlag des "goldenen Nagels" am südlichen Ausgang des Stumpfer-Stein-Tunnels zwischen Sieber und Braunlage im Oktober 2007
Dass das klappt, ist unwahrscheinlich, deshalb werden gern neue Mitmacher gesucht, auch solche, die nicht mitbauen wollen/können. Interessenten senden eine Anfrage an bae.ook@gmx.de oder rufen an: 02381-9737551. Eine weitere gute Möglichkeit ist, sich im BAE-Forum zu registrieren und sein Interesse am Mitmachen im Unterforum „Mitglieder stellen sich vor“ kund zu tun. OOK.