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hier gibt es unregelmäßig Informationen von der BAE
(Zusammenfassung der Forum-Beiträge)
In der Geschichte der Harzquerbahn gibt es jede Menge Kurvenbegradigungen und andere Neutrassierungen. Und was der Harzquerbahn recht ist, ist der BAE billig. Deshalb schritt ich heute zur Tat und trassierte das Streckenstück unter der Spatbrücke neu. Beim ersten Betriebstag hatte sich erwiesen, dass es hier mengenweise Entkupplungen und Entgleisungen gab.
Auf diesem Bild von der ersten Probefahrt über die Brücke kann man ganz gut die Problematik erkennen:

Nachdem festgestellt worden war, dass die Strecke unter der Brücke unnötig tief abgesenkt ist (da hätte die RhB mit Kettenfahrleitung drunter her fahren können), beschloss ich, eine neue Trasse zu legen, die erstens die tiefe "Depression" beseitig und gleichzeitig die S-Kurve etwas fließender macht. Noch am Sonntag nach dem erste Betriebstag legte ich los:

Hier die neue Trasse:

Auf dem letzten Bild steht der Fünfkuppler mit dem Führerhaus genau unter der Brücke und man sieht: genug Lichtraum. Übrigens ist er dort aus eigener Kraft hingefahren.
Noch ein Wort zu der schwellenlosen Sperrholztrasse: Hier unter der Brücke ist immer noch eine Senke und deshalb liegt hier noch ne Menge Schnee. Das Gleis ist bis SO voll davon. Also wozu erst Schwellen legen und sie dann zuschmieren?
Nachdem ich den Bausatz Vollmer Vorflutbrücke gekauft hatte und mir die Teile angeschaut hatte, bekam ich schon tiefe Sorgenfalten auf die Stirn, wie ich das zusammenbringen sollte: Grundriss parallelogrammartig verschieben und dazu Verbreiterung um ca. 6,5mm. Und wie soll das alles halten?
Nun, wie bekannt, hat der Dieter aus dem Bayerischen Wald sich des Problems angenommen und zwar mit Erfolg:

Auf den neuen schiefwinkligen Grundriß hat er einen der zusmamengeklebten Längstragwerke mit den neuen von ihm gefertigten Traversen probeweise zusammengestellt um zu sehen, wies wird.

Eine Detailansicht eines Brückenendes mit den gut sichtbaren Windeisen, die, ganz wie beim Vorbild, das Verwinden des Brückentragwerks verhindern sollen, und die erste Popbefahrt über die neu engesetzte Brücke.
OOK

Da zunächst nur die erste Hälfte der BAE-Hauptstrecke (+ Grubenbahn) in Betrieb genommen wurde, war der Zugspeicher Braunlage (Fiddle-Yard) die Hauptquelle des Betriebs. Hier wurden die Züge gebildet.

Links ein kurzer Personenzug Richtung Braunlage mit C4i-Wagen vom Typ "Eisfelder" beim Halt in Oderteich. Rechts hat dieser Pz zusätzlich den kurzen C4i der Grubenbahn am Haken sowie ganz vorn den Stückgut-Kurswagen.

Der erste Spatzug von der Grube Charlotte-Elise trifft ganz frühmorgens in Oderteich ein. Dort wird es jetzt hitzig: hier kreuzen die Züge P1 und P2, die hier aus Umlaufgründen auch die Tfz tauschen müssen, außerdem ist der Stückgutkurswagen an den Güterschuppen zu setzen und der Personenwagen der Harzer Baryt-Industrie muss vom P1 auf die Grubenbahn überstellt werden. Die "Elise" der Grubenbahn wartet schon, um ihn sogleich zur Grube zu befördern. Weil das ganze Gewiggel etwas kompliziert ist, betätigt sich OOK hier als Fahrdienstleiter und telefoniert mit dem Zugleiter.

Temporärer Endpunkt der Strecke ist derzeit der spätere Betriebsmittelpunkt Sonnenberg. Der relativ umfangreiche Abzweigbahnhof mit 14 Weichen ist aber auch jetzt schon Schauplatz gar mancher Rangiertätigkeit. Das linke Bild ist frühmorgens vor dem Start des ersten Zuges, des P2, aufgenommen. Im Hintergrund stehen die am Vortag von St. Andresberg gekommenen Güterwagen, die dort auf die Weiterbeförderung warten. Im rechten Bild telefoniert einer der Triebfahrzeugführer mit dem Zugleiter, während der Nahgüterzug noch rangiert.

Links: Ein leerer Spatzug abfahrbereit in Oderteich. Rechts: Hier ist der Spatleerzug gerade aus dem Scheiteltunnel der Grubenbahn gekommen und fährt nun leicht abwärts der Grube entgegen.

Links: Die Lok "Elise" der Grubenbahn ist aus dem kleinen im Hintergrund sichtbaren BW gekommen und wird sich jetzt vor den beladenen Spatzug setzen. Dann gehts runter nach Oderteich. Rechts: Der volle Spatzug ist nun in Oderteich angekommen und hat in das Wartegleis zurückgedrückt. Das Personal studiert derweil den Buchfahrplan, um herauszufinden, wie es weitergeht.

Ein dichter Fahrplanbetrieb läuft nicht "einfach so". Im Hintergrund (eine Etage höher) wirkt der Zugleiter, der Zugmeldungen und Fahranfragen per Fernsprecher entgegennimmt und die Fahrerlaubnisse erteilt (oder auch nicht). Da am ersten Betriebstag alles noch etwas ungewohnt ist, wirkt OOK zusätzlich noch "vor Ort" als Supervisor, damit alles so einigermaßen wie geplant funktioniert.

Der Nahgüterzug 130 fuhr als letzter Zug des Tages in Richtung Braunlage, hier läuft er gerade in der letzten Zwischenstation Königskrug ein. Die Spatwagen sind nun mit Schwerspat, dem weißen Gold des Harzes beladen.
Wenn man einen Fahrplanbetrieb mit organisiertem Güterverkehr durchführen will, muss eine gewisse Infrastruktur erstellt werden.

Hubert hatte es übernommen die mit seinem FBS-Programm erstellen Buchfahrpläne auszudrucken. Für das Zusammentragen, Falzen und Heften war dann daheim keine Zeit mehr, das machte er noch am Samstagmorgen in Hamm. Und Rainer, mit allen Wassern gewaschener BAE II-Zugleiter und designierter Zugleiter der BAE III studiert den Bildfahrplan. Hubert muss ihm einiges verklickern, weil das Programm so seine Eigenwilligkeiten hat(scheint aber lustig zu sein).

Und es braucht Wagenkarten. Diese BAE-typischen Karten hat OOK ausgedruckt, Michael hat sie auf Format geschnitten und laminiert sie nun mit seiner mitgebrachten Laminiermaschine. Anschließend muss OOK die für den Betriebsstart positionierten Wagen "bekarten".
Weniger fotogen sind andere für eine gute Betriebsvorbereitung unerlässliche Tätigkeiten: staubsaugen und Gleise reinigen. Gerade letzteres ist nach jahrelanger Bauphase eine langwierige Sache. Das hat dankenswerterweise der schon einen Tag früher angereiste Michael2 übernommen.
Text OOK. Fotos Rainer und Michael2

Hubert richtet (und stopft *lach*) das neue Gleis über die Spatbrücke und Rainer und Michael reparieren einen Weichenantrieb in Königskrug.

Horst und Henrik sind ratlos: warum entgleist der PwPosti immerzu? (Horst hat ihm dann einfach ein Paar neue Achsen verpasst, dann war Ruhe.)

Ein Weichenpolaritätsschalter unter Oderteich musste neu justiert werden, das macht Nico hier. Hinter seinen Fingern das neue Pinboard in Werkstatt 2. Im rechten Bild Stefan beim Programmieren der Uhrenanlage. Scheint nicht ganz einfach ...

Links ein Blick in Wolfgangs fabelhafte Fernmeldewerkstatt (Platz 6). Als Wolfgang sich da nicht mehr durch fand, zog er kurzerhand nach Platz 3 um. OOK

Video einer Güterzug Vorbeifahrt von Markus gefilmt.
Am westlichen Ende von Schluft ist eine relativ große Fläche frei gehalten für die künftige Sägemühle. Eine richtige Sägemühle gehört in den Harz wie ein Bergwerk, ein Steinbruch (beides schon vorhanden) und eine Hammerhütte (in Planung). Dass ich mit dem Sägewerk noch nicht angefangen hatte, lag vor allen Dingen darin, dass es mir an Unterlagen für den Bau des Gatters fehlte.
Nun betreibe ich ja schon seit Jahren Forschungen in puncto Sägemühlen, aber erst vor Kurzem habe ich im Netz eine Konstruktionszeichnung für ein Horizontalgatter gefunden. Horizontalgatter eignen sich auch viel besser für den Modellnachbau als die "normalen" Vertikal- oder Vollgatter. Also entwarf ich auf dem Bildschirm auf der Basis der gefundenen Zeichnung die Teile für mein Horizontalgatter 1:45. Von Anfang stand fest, dass es "richtig" funktionieren sollte. Richtig in Anführungsstrichen, weil ich damit keine Rundhölzer in Scheiben schneiden will, das Gatter soll nur laufen und den Holzschnitt simulieren. Hier ein erstes Bild von der Teileproduktion:

Im Vordergrund die Lötlehre für den Schlitten, dahinter rechts die doppelte Gleitbahn für den Schlitten und im Hintergrund das Sägegerüst. Bis auf den Schlitten habe ich alles aus Polystyrol angefertigt.
Gleichzeitig entwarf ich eine Sägehalle. Ich wollte kein bestimmtes Sägewerk nachbauen, sondern konstruierte aus der umfangreichen Material- und Bildersammlung eine generische Sägehalle. Hier seht ihr schon mal die ersten Teilen montiert mit probehalber aufgestelltem Horizontalgatter:

Das halbfertige Gatter aus der Nähe betrachtet. Das Schwungrad ist ein Skalenknopf aus dem Drehknopfsortiment von Pollin und muss noch seiner Riffelung beraubt und dünner gesägt werden.

Nun konnte ich mit Christa Richtfest feiern:

Das war uns zwar keinen Asbach Uralt wert, aber ein Piccolo, der noch im Kühlschrank herumlungerte, musste dran glauben. Eine richtige Modell-Richtfestszene hätte ich gerne nachgestellt, aber es fehlt an den passenden Leutchen. Es gibt leider keine Zimmerleute in 1:45. Aber immerhin habe ich aus vorhandenem Material einen Richtkranz hingefummelt.
Zum Schluss noch ein Blick in die Halle. Das Horizontalgatter ist betriebsfertig und lief während des Richtfestes unermüdlich mit einem Geräusch, das - ohne mein Zutun - einem Sägegattergeräusch sehr nahe kommt.

Der Klotzwagen ist erst halb fertig, und im Sägeschlitten ist noch kein Sägeblatt eingespannt. Aber das sind Kleinigkeiten, die ich wohl auch noch hinbekommen werde. Etwas schwieriger wird die Darstellung des Höhenantriebs des Schlittens. Da braucht es zwei Gewindestangen M 1,4 sowie vier Kegelzahnräder M 0,5, für beides habe ich schon Quellen im Internet geortet. Aber das Ganze zu montieren, dürfte nochmal ne schöne Fummelei werden.

Hier noch ein Blick aus der anderen Richtung. Die wunderschöne Hobelbank rechts habe nicht ich erbaut, sondern Jean Dahlem aus Lorenzweiler (Luxemburg), der sie mir im Jahr 2000 bei einem Besuch der BAE II als Geschenk überreichte. Die Löcher für die Spannklötze sind viereckig, unfassbar! OOK.
Links zu Seiten mit Horizontalsägen:
http://www.museumsdorf-hoesseringen.de/r...saegegatter.htm
http://www.saegemuehle-remblinghausen.de/index.php?id=885
http://www.laubholzhandel.de/unserbetrie...gang/index.html
http://www.muehle-ossa.de/web1024/1024.htm
http://www.holzbau-scharfe.de/Museum/museum.html
http://3arabtv.com/3arabtv/ramadan_2009/...-Säge.html
http://www.kiekeberg-museum.de/unsere-au...rk-wulfsen.html
Stichworte für Suchmaschinen: "Horizontalsäge" und/oder "Horizontalgatter"
Am 3. Januar um 21.45 Uhr war es soweit: erstmals konnte ich das Einfahrsignal von Sonnenberg aus Richtung Oderteich "ziehen". Zwei Tage lang habe ich Gestänge verlegt, Umlenkpunkte gebaut und schließlich die Kulisse entwickelt und hergestellt, die sicher stellt, dass der Stellweg immer gleich ist, auch wenn der Weg der Schubstangen variiert.

Auf dem Bild sind drei Pfeile. Von den beiden linken Pfeilen zeigt der obere auf die Durchführung der Signalstellstange durch das Trassenbrett.
Der untere Peil zeigt auf die federnde Verbindung zwischen der Kulissenstellstange und der Signalstellstange, da der Weg der ersteren (absichtlich) etwas größer ist als der Stellweg der letzteren.
Der rechte Pfeil zeigt auf eine Art Kasten aus Leisten und Sperrholz. Das ist der Höhen- und Seitenversatz in der von Sonnenberg kommenden Stellstange. Wenn man genau hinschaut, sieht man am unteren Ende das Loch, in dem die von rechts kommende Stange endet.
Und so sieht das in der Praxis aus:

Die Stange mit dem Stellgriff befindet sich natürlich in Sonnenberg, wo der Fdl nach Einstellen des Fahrwegs das Signal ziehen kann. Die Fahrstraßenverriegelungen sind allerdings noch Zukunftsmusik. Alles der Reihe nach. OOK.

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4. April 2010 |
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